{"id":731,"date":"2012-12-21T05:59:16","date_gmt":"2012-12-21T05:59:16","guid":{"rendered":"http:\/\/theartic-emden.de\/?p=731"},"modified":"2012-12-21T06:01:54","modified_gmt":"2012-12-21T06:01:54","slug":"ez-21-12-2012-protest-und-zustimmung-nach-apollo-kauf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/theartic-emden.de\/?p=731","title":{"rendered":"EZ 21.12.2012: Protest und Zustimmung nach Apollo-Kauf"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/theartic-emden.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/apollo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-735\" title=\"apollo\" src=\"http:\/\/theartic-emden.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/apollo-193x300.jpg\" alt=\"\" width=\"193\" height=\"300\" \/><\/a>Emden. Der Kauf des Apollo- Theaters durch die Stadt hat erwartungsgem\u00e4\u00df unterschiedliche Reaktionen ausgel\u00f6st. Oberb\u00fcrgermeister Bernd Bornemann hatte am Mittwoch den Kaufvertrag unterzeichnet (wir berichteten). W\u00e4hrend die SPD wie die Gr\u00fcnen (mit Einschr\u00e4nkung) den Kauf und die weiteren Pl\u00e4ne f\u00fcr das Geb\u00e4ude unterst\u00fctzen, halten FDP und CDU an ihrer Kritik fest. Hans-Dieter Haase,  SPD-Fraktionschef im Emder Rat, freut sich, dass man ein \u201eauch kulturhistorisch wichtiges Geb\u00e4ude in der Innenstadt f\u00fcr kommende st\u00e4dtische Nutzungen gesichert\u201d habe. Haase ist \u00fcberzeugt, dass das Apollo f\u00fcr die Innenstadt &#8211; wie die Entwicklung des Kaufhallengel\u00e4ndes &#8211; eine Aufwertung mit sich bringen und den Kulturtourismus f\u00f6rdern werde. Jetzt gehe es darum, \u201ebelastbare Zahlen f\u00fcr die Sanierung und Umgestaltung\u201d zu ermitteln. Dazu z\u00e4hle auch ein \u201etragf\u00e4higes Nutzungskonzept\u201d f\u00fcr ein k\u00fcnftiges innerst\u00e4dtisches Kulturzentrum. <!--more--><\/p>\n<h3>\u201eGro\u00dfe Summen\u201d<\/h3>\n<p>Ganz anders bewertet die FDP-Fraktion dieses Thema. Sie nahm die Vertragsunterzeichnung durch den OB \u201emit Kopfsch\u00fctteln\u201d zur Kenntnis. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hillgriet Eilers: \u201eWir bedauern sehr, dass unserem Appell, die Kaufabsicht zu \u00fcberdenken, keine Folge geleistet wurde. Wenn der Oberb\u00fcrgermeister in seiner Erkl\u00e4rung schreibt, ,alle Optionen sind jetzt offen, um den Rat und die B\u00fcrger an den weiteren Entscheidungen und der Gestaltung zu beteiligen&#8216;, klingt das wie Hohn. Die wichtigste Option, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger durch eine Befragung einzubeziehen, wurde damit nicht ansatzweise gew\u00fcrdigt.\u201d Eilers ist der Auffassung, dass die Stadtfinanzen k\u00fcnftig \u201eohne Notwendigkeit mit gro\u00dfen Summen belastet\u201d werden. Positiv gestimmt ist die Fraktion von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen. Deren Sprecher Bernd Renken erkl\u00e4rte: \u201eWir stehen nach wie vor zum Apollo-Projekt und haben deshalb dem Kauf durch die Stadt zugestimmt. Wir sehen auch nach wie vor die M\u00f6glichkeit gegeben, \u00fcber den Kauf des Apollo-Theaters ein unabh\u00e4ngiges Kulturzentrum auf der Grundlage der Ideen der Apollo-Macher um Urmel Meyering zu verwirklichen.\u201d Gleichwohl verbinden die Gr\u00fcnen ihre Haltung mit einem<br \/>\ndringenden Appell, denn sie verfolgen die Entwicklung des Vorhabens auch mit Sorge. Renken sagte, seine Fraktion bef\u00fcrchte, dass \u201eaufgrund der zeitlichen Verz\u00f6gerungen beim Kauf und bei der  Konkretisierung des Betriebskonzeptes eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes in Gefahr ger\u00e4t\u201d. Er will die Unterschrift unter den Kaufvertrag als Signal verstanden wissen \u201ef\u00fcr eine z\u00fcgige Weiterarbeit, die Umsetzung der n\u00e4chsten Schritte und deren Vorstellung im Kulturausschuss des Rates\u201d.<\/p>\n<h3>\u201eGrobsch\u00e4tzung\u201d<\/h3>\n<p>Ihre ablehnende Haltung bekr\u00e4ftigtedie CDU-Fraktion. Deren Vorsitzender Helmut Bongartz: \u201eUnsere Position ist gefestigt.\u201d Er verwies auf die 2011 von der Bauverwaltung gesch\u00e4tzten 2,5 Millionen Euro<br \/>\nf\u00fcr Kauf und Umbau. Bongartz ist \u00fcberzeugt, dass ein externes Architektenb\u00fcro zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis kommen werde. Er gab noch einmal zu bedenken, dass die Stadt, anders als ein privater Investor,<br \/>\nbei einem Denkmal nicht bis zu 45 Prozent der Baukosten steuerlich geltend machen k\u00f6nne. Ferner habe der Kaufpreis mit 420 000 Euro \u00fcber dem Betrag gelegen, den die Stadt daf\u00fcr veranschlagt hatte<br \/>\n(400 000 Euro). \u201eUnd das wird so weitergehen\u201d, glaubt Bongartz. Das Apollo-Kino ist in der Liste der Emder Kulturdenkmale aufgef\u00fchrt, sowohl das Geb\u00e4ude als auch die historischen Innendetails. Es sind<br \/>\nzum Beispiel noch Teile der Originalstuckarbeiten erhalten. Die Entwicklung des Projekts in dem expressionistischen Geb\u00e4ude wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Das machte OB Bornemann gegen\u00fcber der<br \/>\nEmder Zeitung deutlich. Bei der Stadt haben sich Architektenb\u00fcros beworben. Die Stadt werde demn\u00e4chst einen Bewerber ausw\u00e4hlen, der ermitteln soll, was im ehemaligen Kino m\u00f6glich ist und was es kostet. Parallel dazu werde weiter an dem Nutzungskonzept gearbeitet. Verantwortlich daf\u00fcr ist ein Arbeitskreis, der aus dem Kulturb\u00fcro der Stadt Emden, dem F\u00f6rderverein Apollo-Theater und der Volkshochschule besteht. Eine erste Grundlage f\u00fcr die Umsetzung der Pl\u00e4ne sei eine verl\u00e4ssliche Kostensch\u00e4tzung, sagte der OB. Und die soll das dann beauftragte Architektenb\u00fcro vornehmen. Eine Kaufsumme nannte Bornemann gestern w\u00e4hrend des Jahresabschlussgespr\u00e4chs der Stadt nicht. Man sei aber unter den zun\u00e4chst 2011 in den Haushaltsentwurf eingestellten 600 000 Euro geblieben. Die von Bongartz genannten 2,5 Millionen Euro basierten auf einer \u201eGrobsch\u00e4tzung\u201d, die vom damaligen K\u00e4mmerer Martin Lutz bei der Bauverwaltung in Auftrag gegeben worden sei, sagte der OB. Er erinnerte noch einmal an den denkmalsch\u00fctzerischen Aspekt und verwies darauf, dass Emden nach dem Krieg eine Reihe gesch\u00fctzter, historisch bedeutender Geb\u00e4ude verloren habe. Ganz in Ruhe werde im kommenden Jahr gepr\u00fcft und geplant, welche Pl\u00e4ne sich f\u00fcr das Geb\u00e4ude verwirklichen lassen. Dabei werde es \u201eviele M\u00f6glichkeiten der \u00f6ffentlichen Diskussion\u201d geben. Die Ideen der bisherigen Akteure, die sich eine Nutzung<br \/>\nvorstellen k\u00f6nnen &#8211; wie Theartic, der Apollo-F\u00f6rderverein, die Hochschule und die Volkshochschule mit dem Filmfest &#8211; ,sollen geh\u00f6rt und eine B\u00fcrgerbeteiligung nicht ausgeschlossen werden. Bornemann: \u201eWir<br \/>\nhaben auch ein eindeutiges Signal aus der Hochschule erhalten, dass es hier etwas f\u00fcr Studenten geben sollte.\u201d Theartic w\u00fcnsche sich ebenfalls eine B\u00fchne. \u201eMan muss abwarten, welche M\u00f6glichkeiten es gibt\u201d, sagte Bornemann.<\/p>\n<h3>\u201eOhne Hektik\u201d<\/h3>\n<p>Aber selbst wenn sich der Wunsch, aus dem ehemaligen Kino ein Kulturzentrum zu machen, nicht verwirklichen lasse, sei der Ankauf durch die Stadt richtig gewesen. Bornemann: \u201eEgal, was daraus wird:<br \/>\nDas ist ein denkmalgesch\u00fctztes Geb\u00e4ude, von denen wir in dieser Stadt nicht mehr viele haben.\u201d Deshalb sei die Stadt hier auch in der Pflicht, sich f\u00fcr den Erhalt einzusetzen. Au\u00dferdem steht das Haus an<br \/>\neiner exponierten Stelle in der Innenstadt. Die N\u00e4he zum ehemaligen Kaufhallengel\u00e4nde sei ebenfalls nicht zu untersch\u00e4tzen. Man m\u00fcsse \u201eohne Hektik\u201d \u00fcberlegen, planen und entscheiden, was dort umzusetzen ist.<\/p>\n<p>EZ-Artikel vom 21.12.2012 als PDF: <a href='http:\/\/theartic-emden.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/EZ21122012_Stadt_kauft_Apollo.pdf'>Hier klicken!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emden. Der Kauf des Apollo- Theaters durch die Stadt hat erwartungsgem\u00e4\u00df unterschiedliche Reaktionen ausgel\u00f6st. Oberb\u00fcrgermeister Bernd Bornemann hatte am Mittwoch den Kaufvertrag unterzeichnet (wir berichteten). 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