EZ 23.01.15: SPD will auf eine Chefstelle im Museum verzichten

Eingespartes Geld soll anderen Kultureinrichtungen zugute kommen.

Von INA WAGNER

Emden. Die Stelle von Carsten Jöhnk als Leiter des Ostfriesischen Landesmuseum wird nicht wiederbesetzt und somit dauerhaft eingespart. Das sagte Erster Stadtrat Horst Jahnke im Rahmen der Diskussion über die Emder Museumslandschaft am Mittwoch in der Nordseehalle mit Bezug auf einen entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion. Diesem Antrag hat der Stadtvorstand bereits zugestimmt, wie Stadtsprecher Eduard Dinkela gestern auf Anfrage erklärte.

Erspartes bleibt in Emden

Das so eingesparte Geld, gut 100 000 Euro pro Jahr, soll zur Deckung einer fünfprozentigen Kürzung von Fördergeldern eingesetzt werden, die für das Haushaltsjahr 2014 im Kulturbereich vorgesehen war. Es profitieren: die Kunsthalle, der Verein Theartic, die Volkshochschule, die Stadtbücherei und die Musische Akademie.

Das bedeute nun aber nicht, dass es im Ostfriesischen Landesmuseum keinen neuen Chef geben werde, betonte Stadtsprecher Dinkela. Der Antrag der SPD berücksichtige nämlich auch dies. In dem Schreiben des SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Dieter Haase heißt es, dass der derzeitige kommissarische Leiter des Hauses, Wolfgang Jahn, künftig dem Haus als Museumsdirektor vorstehen soll. Ob es dabei bleibe, müsse, so Dinkela, zunächst noch das Direktorium des Landesmuseums entscheiden. Das Direktorium ist ein gemeinsames Gremium, besetzt mit Vertretern der Stadt Emden und des Vereins „1820 Die Kunst“. Das Direktorium beschließt unter anderem das Ausstellungsprogramm, Ankäufe, den Wirtschafts- und Finanzplan und entscheidet über die Verwendung von Finanzmitteln. Gefragt wird es auch in Personalangelegenheiten.

Vier Jahre in Emden

Der vorherige Museumsdirektor, Carsten Jöhnk, wechselte nach vier Jahren im Amt und anhaltender Kritik an seiner Arbeit nach Delmenhorst. Er ist dort jetzt Leiter des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur. Jöhnks Tätigkeit in Emden endete offiziell am 31. Dezember 2014.

Quelle: Emder Zeitung vom 23.01.2015

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