OZ 11.10.2012: Überraschende Wende für Apollo-Projekt

Die Eigentümerin will das ehemalige Kino offenbar nun doch an die Stadt Emden verkaufen. Nach unbestätigten Informationen der OZ soll der Rat am Donnerstag darüber entscheiden. Als Kaufsumme werden 420 000 Euro genannt.

Die Ostfriesen Zeitung berichtete am 11.10.2012:

Emden – Überraschende Wende bei den Planungen für ein Kulturzentrum im ehemaligen Apollo-Theater: Eigentümerin Inge Buschmann aus Leer will Gebäude und Grundstück des vor gut drei Jahren geschlossenen Kinos in der Emder Innenstadt offenbar nun doch an die Stadt verkaufen. Noch im Sommer hatte es geheißen, sie wolle das Haus nur vermieten. Die Stadtspitze wollte am Mittwoch entsprechende Informationen der OZ weder bestätigen noch dementieren. Die Angelegenheit sei vertraulich, sagte Stadtsprecher Eduard Dinkela auf Anfrage. Inge Buschmann war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Als Kaufsumme ist der Betrag von 420 000 Euro im Gespräch. Das wären 20 000 Euro mehr als dafür im Haushalt der Stadt für dieses Jahr veranschlagt sind.

Den OZ-Informationen zufolge wird der Rat der Stadt schon am Donnerstagabend im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung über den Kauf des Apollos entscheiden. Beobachter gehen davon aus, dass eine Mehrheit des Rates dafür stimmen wird, zumal sich die SPD als stärkste Fraktion dafür vehement eingesetzt hat. Auch die Grünen im Rat und Linken-Ratsmitglied Wilfried Graf sprachen sich für den Kauf aus, während CDU und FDP dagegen votierten. Sie favorisieren andere Lösungen mit Hilfe von Investoren oder bürgerschaftlichem Engagement.

Nach den ursprünglichen Plänen der Stadt sollte das Apollo für 1,2 Millionen Euro in ein Kulturzentrum umgebaut werden. Vorgesehen ist, dass unter anderem das Kulturbüro, die Volkshochschule, die Musikschule, der Kulturverein „Theartic“ und der nach der Schließung des Kinos gegründete Apollo-Verein dort einziehen. Das Projekt erlitt im Juni einen Rückschlag, nachdem die Eigentümerin in einem Gespräch mit Oberbürgermeister Bernd Bornemann (SPD) mitgeteilt hatte, dass sie das Gebäude nicht an die Stadt verkaufen wolle. Sie könne sich aber vorstellen, selbst zu investieren und das alte Kino dann an die Stadt zu vermieten, ließ Inge Buschmann damals verlauten. Diese Variante wollte die Stadt prüfen. Sie setzte eine Planungsgruppe ein, die ein Konzept entwickeln sollte, wie das Kulturzentrum wirtschaftlich betrieben werden könnte.

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