Doppelt ausgezeichnet (EZ, 03.05.2017)

Quelle: EZ v. 03.05.2017 | EZ-Redakteurin: Gaby Wolf

Robert-Bosch-Stiftung würdigt Theartic-Projekte mit Flüchtlingskindern

 

Emden. Die Emder Theaterwerkstatt Theartic für Menschen mit und ohne Behinderungen ist für ihre Projekte mit Flüchtlingskindern gleich zweifach von der renommierten Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet worden. Das betrifft speziell das Kinder- und Jugendtheaterprojekt „Kommst du heut‘ nicht, kommst du morgen” der beiden Gruppen Theartic junior und Theartic kunterbunt.

Dieses Projekt war bereits 2016 von der in Stuttgart sitzenden Stiftung im Rahmen des Programms Werkstatt Vielfalt. Projekte für eine lebendige Nachbarschaft” finanziell unterstützt worden. Doch nun ist es auch noch zum „Projekt des Monats” gekürt worden, wie die Theartic-Vorsitzende und Regisseurin Ulrike Heymann gestern mitteilte.

Damit verbunden ist eine umfangreiche Präsentation im Internet, mit der die Stiftung Theartic und damit auch Emden bundesweit in den Mittelpunkt rückt. „Das ist eine tolle Auszeichnung, denn unter dieser Rubrik werden nur besonders beispielhafte und gelungene Projekte vorgestellt”, freute sich Heymann.

Daran wiederum knüpft auch die zweite Auszeichnung an: So hat die Robert-Bosch-Stiftung die Theartic-Vorsitzende als Ideengeberin nach Köln eingeladen, um bei der Entwicklung eines komplett neuen Förderprogramms mit dem Titel „Projekttransfer” mitzuwirken. Dazu findet am 21. Juni ein sogenanntes Transfer-Camp unter dem Motto „So geht Vielfalt” statt. „Dabei geht es darum, Menschen, die schon erfolgreich Projekte realisiert haben, mit Menschen zusammenzubringen, die in ihrer Stadt Projekte erst noch anschieben wollen”, erläuterte Heymann. Ziel ist, herauszufinden, ob die woanders schon angewendeten Konzepte und Methoden übertragen werden können. „Wenn das klappt, sollen die Transferpartner die Projekte danach auch weiterbegleiten und -beraten.”

Dass die Robert-Bosch-Stiftung auf das Emder Projekt ein besonderes Auge hat, habe sie bereits im vergangenen Jahr in Berlin bemerkt, erzählte Heymann. Beim dortigen Werkstatt-Treffen für die Vertreter aller „Bosch-geförderten” Vielfalt-Projekte habe sich gezeigt, dass es bundesweit gar nicht so viele erfolgreiche Flüchtlingstheaterprojekte gibt.

Für Theartic besteht der Erfolg dabei nicht allein nur darin, dass es am Ende zu Aufführungen gekommen ist, die auch das Publikum begeisterten. „Die Teilnehmer selbst, ob behindert oder nicht behindert, geflüchtet oder einheimisch, empfinden den gemeinsamen Umgang in den Projekten als Bereicherung”, sagt Heymann.

 

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