Emden. „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“ – Ulrike Heymann muss nicht lange überlegen, um zehn Jahre Theartic zusammenzufassen. Sie zitiert Karl Valentin, und es klingt nicht so, als täte sie das zum ersten Mal. Als Vorsitzende und Initiatorin des Emder Vereins, der Behinderte und Nichtbehinderte zusammenbringt und als Mannschaft zu Kulturschaffenden macht, weiß sie um beide Seiten der Kunst. Den Reiz spürt die Musik- und Theaterpädagogin oft, den damit verbundenen Aufwand bekommt sie häufig zu spüren.
Heymann war es, die 2002 die Idee zu einem Theaterensemble mit nicht alltäglicher Besetzung hatte, das sich im Laufe der Zeit nicht nur in Emden einen Namen gemacht hat. „Auch in Hannover sind wir inzwischen so bekannt, dass man Theartic nicht mehr so oft erklären muss“, sagt Beate Kegler, die Geschäftsführerin ist. Auf solch professionellen Füßen steht der Verein erst seit dem vergangenen Jahr, als das Land eine Strukturförderung bewilligte. Den Rumpf bildet trotzdem weiterhin das Ehrenamt. Vorsitzende Heymann spricht von einem wunderbar engagierten Leitungsteam, von Mitgliedern, die sich einbringen und von Netzwerken, auf die man zurückgreifen kann. „Nur so geht das.“
An Unterstützung hat es dem Verein und der Idee dahinter von Beginn an nicht gefehlt. Für den ersten Versuch einer Theaterprobe 2003 hatten Heymann und ihre damalige Kollegin Karin Emrich beschlossen: „Wenn acht Leute kommen, fangen wir an.“ Tatsächlich tauchten mehr als 20 Interessierte auf. Theartic war geboren. Weiterlesen
Emden. „In Hannover müssen wir den Namen ,Theartic‘ nicht mehr zu buchstabieren”, sagt die Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins, Beate Kegler, zufrieden. Und Zufriedenheit ist der Garant für den Erfolg einer Arbeit, die vor zehn Jahren unter bescheideneren Umständen begann.


